Tascha Schnitzler lässt eine Dekade RAUMPERLE Revue passieren


Titelbild: Grand Central – Alter Bahnhof Oberneuland, eine unserer ersten Raumperlen und seit zehn Jahren dabei.

Angefangen hat alles mit einem leeren Blatt Papier: 2016 hat Tascha Schnitzler RAUMPERLE ins Leben gerufen. Seit Mai diesen Jahres ist unser Entwickler, Tobias Kretschmann, der neue Geschäftsführer von RAUMPERLE. Im Interview lässt unsere Gründerin Tascha Schnitzler zehn Jahre RAUMPERLE Revue passieren.

Die Anfänge von RAUMPERLE

Das erste RAUMPERLE-Team bestehend aus Karen Sänger, Tascha Schnitzler, Sonja Spörhase und Anja Meyer-Heder

Ich: Wie hast du RAUMPERLE vor zehn Jahren gegründet?

Tascha: Im Januar 2016 bin ich der Start-up Initiative von team neusta beigetreten. So hatte ich die Möglichkeit, ein eigenes Business aufzubauen und dabei auf die Ressourcen und das Know-How von team neusta zurückgreifen zu können. Das heißt, ich hatte die ganze Expertise um mich herum, was toll war. 

Im März 2016 war das Konzept für RAUMPERLE fertig und dann haben damals Azubis die Seite gebaut. Meine beiden ersten Mitarbeiterinnen Anja und Karen haben dann drei Monate lang hier in Bremen Räume geworben. Wir haben die ersten Fotos noch selber gemacht und gingen dann am 3. Juni mit einer Mini-Version mit zehn Räumen online.

Erinnerungen aus zehn Jahren RAUMPERLE

Ich: Was sind deine schönsten Erinnerungen an die RAUMPERLE Zeit?

Tascha: Ich hatte wirklich tolle Mitarbeiter:innen und tolle Team-Momente. Als ich die Investoren gewonnen hab, das war ein toller Moment. Und diese Visionen zu tragen und drumherum alles zu entwickeln, Prozesse zu denken und zu optimieren – Ich war ja gar kein Profi, das habe ich dann ja alles so step by step dann gelernt.

Eine weitere tolle Erinnerung sind auch unsere Feierabend-Walks in Bremen, bei denen wir RAUMPERLE-Locations besucht haben. Die haben echt Spaß gemacht.

Leider überschattet Corona die Zeit danach.

RAUMPERLE in Krisenzeiten

Ich: Wie hat es sich angefühlt RAUMPERLE jetzt nach so langer Zeit abzugeben?

Tascha: Ganz toll. Dafür braucht man als Kontext noch Corona: Wir haben damals ganz viel Geld gesammelt und hatten ein großes motiviertes Team an vielen Standorten. Und dann haben wir gerade einmal zwei Wochen gearbeitet bis der 1. Lockdown kam. Ab dann war es nur noch ein Kampf: Man wusste nicht, wie lange es dauert. Dann gingen die Locations pleite. Dann wurde danach zwei Jahre im Voraus alles ausgebucht und Marketing war nicht mehr nötig… Irgendwann war das Geld aufgebraucht und wir mussten das ganze runterfahren, Leute kündigen. Das war furchtbar.

2026, das Jahr der Staffelübergabe von Tascha Schnitzler an Tobias Kretschmann.

Jetzt war die RAUMPERLE zwei bis drei Jahre relativ gleichbleibend, das heißt: nicht auf Wachstum ausgelegt, aber das tut auch nicht gut. Die RAUMPERLE ist ja da, um zu wachsen, sodass Leute sich ausprobieren können und dass wir Sichtbarkeit verschaffen. Und das Tolle ist, dass wir da mit unserer Staffelübergabe nochmal neuen Schwung reinbringen können. Tobi begleitet RAUMPERLE schon länger, denn er ist seit 2018 unser Hauptentwickler und kennt RAUMPERLE aus einer anderen Perspektive. Er kann ja vor allem gut technisch Dinge umsetzen und planen und so noch mal einen anderen Drive reinbringen. Und ich selbst begleite das gerne auch noch ein bisschen.

In die Zukunft blicken

Ich: Was nimmst du mit aus zehn Jahren RAUMPERLE?

Tascha: Ich kann alles lernen. Ich kann vieles schaffen. Ich habe Selbstbewusstsein gewonnen, das hatte ich vorher oft nicht. Ich habe viel gelernt über Websites, SEO, GEO, worauf man dabei achten muss. Allgemein technische Möglichkeiten, Design, Marketing – immer wieder neu und anders – Vertrieb habe ich leider auch kennenlernen müssen. (lacht)

Ich habe auch folgendes gelernt: Preis ist nicht gleich Wert. Zum Beispiel sind 299 € nicht viel Geld für das, was wir leisten, aber die Kund:innen haben so unterschiedliche Erwartungen. Das heißt man kann nie alle zufrieden stellen. Das ist ein klares Learning: Alle haben sehr unterschiedliche Perspektiven.

Ich weiß jetzt, dass ich mutig sein kann.

Tascha Schnitzler, Gründerin RAUMPERLE

Ich gehe sehr stolz daraus. Und ich weiß jetzt, dass ich mutig sein kann. Ich bin es nicht, aber ich kann es sein. Das ist immer eine Entscheidung. 

Ich: Was würdest du Tobi gerne mit auf den Weg geben?

Tascha: Ich wünsche ihm wirklich, dass er eine gute Balance schafft zwischen seinem eigenen Job und bei RAUMPERLE am Ball zu bleiben. Und mutig zu sein, man muss sehr mutig sein.

Neue Wege gehen

Und so blicken wir beim zehnjährigen Jubiläum von RAUMPERLE nicht nur auf die ersten Anfänge, tolle Team-Momente und gemeinsame Erinnerungen zurück – Wir schauen auch mit Freude nach vorne. Denn für RAUMPERLE zählt nach zehn Jahren immer noch: Wir wollen außergewöhnliche Events an wunderbaren Locations möglich machen und tolle Veranstaltungsstätten in Szene setzen. Unter neuer Leitung und mit neuen Perspektiven, aber mit altbekannter Leidenschaft für Räume.