Wie alles begann?

Claudia mit Bild von Rabia (c) Claudia Warneke

Ich (Claudia) bin Fotografin und sollte in einem Welcome-Cafe bei uns in Höxter Fotos machen.

Auf dieser Veranstaltung wunderte ich mich nach einiger Zeit: „Wo sind denn die ganzen Frauen?“ Ich suchte das Gespräch mit Ehrenamtlichen und es kristallisierten sich einige hartnackige Probleme heraus. Ich bin in diesem ganzen Thema eigentlich gar nicht drin und habe auch kein umfangreiches Wissen über die Situation der Frauen, die geflüchtet sind. Aber der Gedanke, etwas tun zu wollen, lies mich nicht los. Ich überlegte, was ich mit meinen Fähigkeiten, mit meinem Herzblut, der Fotografie tun konnte, auch wenn ich mich nicht in diesem Bereich auskenne. Ich wollte helfen.

Da begegnete mir eine Geschichte von einem Sportler. Ich weiß nicht mehr aus welchem Jahr oder wo sich diese Geschichte ereignet hat, aber sie inspirierte mich zu einer Idee. Im Sprint gab es seit Jahren einen Rekord, der nicht gebrochen werden konnte und schlicht weg als unbrechbar galt. Jahr um Jahr glaubte niemand, dass dieser Rekord jemals zu brechen sei und dies war auch so. Doch ein Sportler schaffte woran niemand geglaubt hatte, er schaffte es den Rekord zu brechen. Und was geschah? Im selben Jahr schafften es auch andere. Klar, was ich sagen will?

Menschen machen Menschen Mut! Wenn du siehst, dass es jemand anderes geschafft hat, wenn du seine Geschichte kennst, seine Ängste und seine Stärke, ist es viel einfacher selber wieder Mut zu fassen. Deshalb ist es so wichtig, diese Geschichten zu teilen. Also machte ich mich auf die Suche. Ich dachte, starke Frauen gibt es in jedem Land, in jeder Kultur, in jedem Alter.
Anfangs wollte ich mit diesem Projekt anderen geflüchteten Frauen Mut machen. Aber als ich die erste Frau fotografiert und interviewt hatte, passierte etwas mit mir. Ich ging mit einem Kopf voller Gedanken aus diesem Gespräch. Ich fühlte riesigen Respekt, Traurigkeit, Betroffenheit, Bewunderung, Begeisterung, Freude aber vor allem tiefste Dankbarkeit für mein Leben, für meine Familie, für meine Freunde, für alles und auch eine Art neuen Mut in mir. Ihre Geschichte hilft nicht nur Menschen in der gleichen Situation, sondern ebenfalls mir. Mein Fazit daraus: Es müssen einfach alle Menschen diese Geschichten hören! Nehmt diesen Mut mit, egal in welcher Lebenssituation ihr euch befindet.

Claudia und Madeline im Roxy Kino (c) Claudia Warneke

Direkt nach meinem ersten Interview fragte ich meine liebe Freundin Madeline von Madeye Films, ob sie dieses Projekt filmisch begleiten würde. Diese Geschichten müssen wir in Ton und Bild mitnehmen. Stift und Papier werden ihnen keinesfalls gerecht. Und seit diesem Tag steckt auch sie all ihre Energie und Herzblut in das Projekt.

Was soll das alles?

Wir wollen Mut machen und Vorbilder schaffen. Gerade Frauen und Mädchen brauchen weibliche Vorbilder, um über sich hinauswachsen zu können.
Auch wissen manche Frauen gar nicht, wie mutig sie sind. Durch das Erzählen der eigenen Geschichte werden sie sich dessen erst richtig bewusst. Wir wollen ein Netzwerk aus ganz viel Mut, Stärke und Liebe schaffen.

Ziele

Das erstes Ziel ist geschafft. Mindestens 10 Frauen wollte ich zu einer Ausstellung zusammenfassen, um mit dieser Idee an die Öffentlichkeit gehen zu können. Wir haben es sogar geschafft alle Frauen auf Alu-Dibond drucken zu lassen und auszustellen. Jetzt möchten wir mindestens 50 Frauen porträtieren, die ihr Leben aus ganz unterschiedlichen Gründen wieder geraderücken mussten, mit schweren Krankheiten oder Handicap leben und durch ihre Stärke wahnsinnig inspirierend sind.

Damit haben wir schon begonnen und konnten die paralympische Tischtennisspielerin Stephanie Grebe für unser Projekt gewinnen.
Steffi hat keine Hände, was sie aber nicht davon abhält Tischtennis zu spielen und auch, dass sie ein Bein zu wenig hat setzt ihr keine Grenzen.
Saskia hat mit uns über ihre chronische Depression gesprochen und wie sie es mit ganz viel Achtsamkeit schafft, diese fiese Krankheit in ihr Leben zu integrieren und ihr sogar etwas Gutes, Lehrreiches abgewinnen kann.

Diese Geschichten geben Grenzen, die wir uns in unserem Kopf machen, eine ganz neue Definition, entkräften diese so unglaublich und machen Mut die Dinge selber in die Hand (wenn man denn welche hat) zu nehmen.

Steffi (c) Claudia Warneke
Saskia (c) Claudia Warneke

Träume

Träume und Ideen haben wir viele.

Anhänger mit Logo von Starke Frauen (c) Claudia Warneke

Einer davon wäre zum Beispiel mit diesen 50 Frauen eine riesige Ausstellung zu machen, sie alle einzuladen und zusammen neue Pläne zu schmieden. Workshops für Frauen anzubieten. Eine Plattform zu schaffen auf der sich über Ängste, Schicksalsschläge, Mut und Hoffnung ausgetauscht und geholfen werden kann (Virtuell und auch real). Am liebsten noch ein Konzept zu entwickeln, um damit in Schulen gehen zu können und Kindern eine neue Definition von Grenzen, Angst und Mut aufzuzeigen.

Auch haben wir unser wunderschönes Logo als Anhänger machen lassen. Wir würden gerne jeder interviewten Frau so einen Anhänger als Begleiter schenken. Damit sie sich immer an ihr Feuer, ihren Mut und ihre Innere Stärke erinnert, wenn sie es braucht. Auch soll dieses Symbol für jeden Menschen zugänglich sein und wir denken gerade über einen Shop nach, in dem jeder so einen Anhänger kaufen oder verschenken kann und mit seinem Kauf sogar noch unser Projekt unterstützen kann. Und da kommen wir schon zum nächsten, sehr wichtigen Punkt.

Was brauchen wir?

Wir brauchen natürlich Unterstützung. Noch finanzieren wir alles selbst und natürlich haben wir schnell gemerkt, dass dies in dieser Form nicht mehr lange geht. Wir stehen kurz vor der Vereinsgründung und überlegen viel herum, wie wir das Ganze finanziell stemmen können. Wenn du also eine gute Idee hast, schreib uns sehr gerne. Unterstützung, egal in welcher Form, können wir mega gut gebrauchen. Da dies unser erstes Projekt ist, haben wir noch nicht viel Erfahrung in Dingen wie, Ausstellungen organisieren, Spendengelder, Fördermittel, Marketing, etc.

Wen suchen wir?

Frauen für das Projekt:
Frauen, die psychische Erkrankungen überstanden haben bzw. erfolgreich integrieren konnten
Frauen mit körperlichem Handicap
Frauen, die misshandelt wurden
Frauen, die ihr Kind verloren haben
Transfrauen
kleinwüchsige Frauen
Lesbische Frauen
Um nur einige Beispiele zu nennen. Frauen, die aus einer krassen, schwierigen Lebensphase gestärkt wieder hervorgegangen sind und sich nun stark genug fühlen, ihre Geschichte mit anderen zu teilen.

Helfer:

Wir suchen liebe Menschen, die uns helfen die Interviews zu transkribieren. Das schaffen wir alles nicht mehr zu zweit.
Menschen, die Ausstellungsmöglichkeiten haben oder organisieren können.
Vielleicht hast Du noch eigene Ideen, die uns helfen könnten.

Unterstütze das Projekt
• Du kannst die Augen offen halten, vielleicht kennst Du starke Frauen, deren Geschichten unbedingt gehört werden sollten. Mach ihnen Mut sie zu erzählen.
• Teile diese Geschichten, erzähle deinen Freunden davon und jedem, der ein bisschen Mut gebrauchen kann.
• Werde Mitglied in unserem baldigen Verein.

Alle Frauen aus diesem Projekt findest Du hier.
Für Fragen oder Anregungen kannst Du uns auch sehr gerne eine Mail schreiben: info@starkefrauen.org

Hanne (c) Claudia Warneke
Cham (c) Claudia Warneke

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